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Der richtige Umgang mit Stürzen im Alter

Mit jedem Lebensjahr werden auch die Gelenke und Knochen für Verletzungen anfälliger. Jeder Sturz kann zu starken Schmerzen und erheblichen Blessuren führen. Das Personal in Altenheimen weiß genau, wie es in solchen Situationen handeln muss. Viele ältere Menschen werden aber in den eigenen vier Wänden oder in Senioren Wohngemeinschaften gepflegt, wenn der Pflegedienst gerade nicht da ist, müssen Angehörige oder Mitbewohner erste Maßnahmen ergreifen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig zu wissen, wie im Falle eines Sturzes gehandelt werden muss. Des Weiteren kann solchen Fällen auch vorgebeugt werden. Die Schritte zur Prävention von Verletzungen sollten bei der Pflege in den eigenen vier Wänden beziehungsweise in einer WG unbedingt beachtet werden.

Über die Hilfsmittel für die Pflege in den eigenen vier Wänden haben wir Sie in einem anderen Artikel informiert. Besonders das Haustelefon oder Seniorenhandy kann im Falle eines Sturzes sehr hilfreich sein. Damit es jedoch gar nicht erst zu Verletzungen kommen kann, sollten Sie Vorsichtsmaßnahmen treffen, welche wir Ihnen hier zusammenfassen.

Den Körper stärken und so Verletzungen durch Stürzen vorbeugen!

Sport für Senioren empfehlbar, Gleichgewicht halten

Auch im Alter muss der Körper nicht gebrechlich sein, leichte Sportübungen können bereits dafür sorgen, dass sich Senioren besser fühlen und somit auch Verletzungen leichter vorbeugen. Zusätzlich senkt die Bewegung die Gefahr unter Bluthochdruck, zu leiden. Dabei müssen keine komplizierten Sportarten ausgeführt werden oder tägliche Fitnessstudiobesuche auf dem Plan stehen. Es gibt leichte Übungen für zu Hause, welche die Muskeln stärken und damit die Gelenke schützen. Des Weiteren ist auch ein Balance Training sehr zu empfehlen, da mit diesen der Gleichgewichtsinn geschult wird und so auch ältere Menschen nicht so leicht hinfallen können. Übungen für zu Hause können sie leicht im Internet finden.

Es ist sehr wichtig, dass auch Senioren nicht meiden die Wohnung zu verlassen. Sonne und Bewegung an der frischen Luft haben einen großen und sehr positiven Einfluss auf den menschlichen Körper. Durch den Sonneneinfluss wird Vitamin D produziert und dieses stärkt die Knochen und Gelenke. Auch Wandern oder Schwimmen ist gut für die Gelenke und macht zudem auch noch Spaß. Viele Senioren bekommen so außerdem die Möglichkeit, Zeit mit Freunden und der Familie zu verbringen.

Welche Risikofaktoren können Sie vermeiden?

Sorgen Sie dafür, dass die Wohnräume der Senioren sehr gut ausgeleuchtet sind und sich so keine Stolperfallen im Dunkeln verstecken können. Des Weiteren sind Fließen, Laminat oder auch andere Bodenmaterialen häufig sehr rutschig, deshalb ist es wichtig, auch im Haus ein rutschfestes Schuhwerk zu tragen. Achten Sie außerdem darauf, dass leicht zu übersehende Gegenstände oder auch Stromkabel nicht mitten im Weg liegen. Ordnung ist also auch ein wichtiger Faktor um Stürzen vorzubeugen. Damit auch Treppen nicht zu einer Gefahrenquelle werden, sollte es für ältere Menschen die Möglichkeit geben, sich beidseitig festzuhalten.

Ein Sturz kann jedoch nie zu 100 % vermieden werden, wenn Ihre Angehörigen gestürzt sind, sollten Sie zuerst Ruhe bewahren und die Person beruhigen. Wenn Sie sichergestellt haben, dass keine schlimmeren Verletzungen vorliegen, sollten Sie vorsichtig versuchen, der gestürzten Person auf die Beine zu helfen. Sollten dabei zu starke Schmerzen auftreten oder die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sein, sollten Sie einen Arzt oder Pfleger zur Hilfe holen. Diese wissen genau, wie sie den Betroffenen wieder auf die Beine helfen und mögliche Verletzungen behandeln können.

Wenn Sie sich dafür entschieden haben, Ihre Familienangehörigen zu Hause zu pflegen, werden Sie wohl auf einige Hilfsmittel zurückgreifen müssen, welche den Alltag erleichtern. Welche Hilfsmittel Sie benötigen, hängt dabei natürlich davon ab, in welchen Situationen Unterstützung nötig ist.

  • Gehhilfen

Mit zunehmendem Alter fällt das Laufen häufig immer schwerer, da die Gelenke nicht mehr stark belastet werden können. Damit Ihre Angehörigen nicht immer darauf angewiesen sind, dass sie von einer Person abgestützt werden, gibt es Gehhilfen. Am häufigsten sind dabei der Gehstock und der Rollator vertreten. Durch diese Hilfsmittel können sich Pflegebedürftige noch selbstständig bewegen und fühlen sich so auch besser. Der Rollator hat dabei den Vorteil, dass angebrachte Ablagen oder Körbe einen Stauraum bieten, sodass etwas transportiert werden kann. Viele ältere Personen fühlen sich gut, wenn sie beispielsweise den Einkauf dadurch noch selbstständig erledigen können.

  • Treppenlifte

Hilfsbedürftige bewegen sich Mithilfe der Treppenlifte einfachWenn das Laufen sowieso schon schwerfällt, können Treppen schnell zu unüberwindlichen Hürden werden. Aber auch dafür gibt es Entwicklungen, welche Hilfsbedürftigen den Weg in ein höheres Stockwerk stark vereinfachen. Diese Treppenlifte sind Sitze oder Plattformen für Rollstühle, auf denen die Personen nach oben gezogen werden. Diese werden direkt an Ihren Aufgang angepasst. Diese Anschaffung ist zwar mit hohen Kosten verbunden, hilft den Pflegebedürftigen aber sehr, um sich weiterhin in ihrem gewohnten Umfeld bewegen zu können.

  • Haustelefon

Wenn ältere Menschen noch alleine leben können, ist das sehr erfreulich. Damit sie aber die Tür für Besuch öffnen können, ohne jedes Mal zur Tür zu müssen, eignet sich ein Haustelefon ideal. Durch die Funktion einer Gegensprechanlage kann vor dem Öffnen kontrolliert werden, wer vor der Tür steht. Häufig gibt es diese Anlagen auch mit Videofunktionen. Wenn Sie mit Ihren Angehörigen im selben Haus, aber in unterschiedlichen Wohnungen leben, können Sie außerdem innerhalb des Hauses über das Telefon miteinander kommunizieren.

  • Bringservice

Sie haben nicht die Zeit, jeden Tag für Ihre pflegebedürftigen Angehörigen zu kochen? Das ist kein Problem. Sie können einen Dienst engagieren, welcher täglich oder an ausgewählten Tagen das Essen zu Ihren Familienmitgliedern bringt. Damit bekommen Ihre Eltern oder Großeltern frische Speisen, ohne dass Sie sich fragen müssen, wann und wie Sie diese zubereiten.

Erkundigen Sie sich vor dem Kauf bestimmter Hilfsmittel, ob diese eventuell von Ihrer Krankenkasse gezahlt wird. Viele Pflegebedürftige zahlen beispielsweise für einen Rollator, obwohl dieser ihnen zustehen würde. Machen Sie sich die Pflege in den eigenen vier Wänden nicht unnötig teuer.

Je nach Pflegegrad oder Pflegestufe stehen Ihren Angehörigen Pflegehilfsmittel zu, welche von der Pflegekasse gezahlt werden. Als Pflegehilfsmittel zählen beispielsweise:

  • Pflegebetten
  • Pflegebetttische
  • Rollstühle
  • Bettpfannen
  • Notrufsysteme

Studenten-WGs sind bekannt, aber WGs für Senioren? Viele ältere Menschen möchten im Alter nicht alleine sein und die jüngeren Verwandten sind beruflich und familiär so eingebunden, dass sie nicht die Zeit aufbringen können, ihre Eltern oder Großeltern rund um die Uhr zu besuchen. In diesem Fall sind die Wohngemeinschaften für Senioren eine ideale Lösung. Es gibt dabei verschiedene Varianten, einige Senioren leben gemeinsam in einer Wohnung mit verschiedenen Zimmern und einem Gemeinschaftsraum, andere wiederum teilen sich ein Haus mit getrennten Wohnungen und einem gemeinsamen Garten. Jeder Bewohner hat also immer seinen Rückzugsort, kann sich aber zu jeder Zeit zu seinen Mitbewohnern gesellen.

Die Initiative in eine solche Gemeinschaft zu ziehen, wird häufig von Alleinstehenden aber auch von Paaren getroffen, sobald sie in Rente gegangen sind. Die Bewohner sind zum größten Teil physisch noch fit, aber auch pflegebedürftige Senioren können ihren Platz in der Wohngemeinschaft behalten. In diesem Fall wird ein Pflegedienst beauftragt, der sich um die Personen kümmert und auch von den anderen Mitbewohnern, kann mit Unterstützung gerechnet werden, da sich innerhalb der WGs schnell Freundschaften entwickeln.

WG Vor- und Nachteile, Finanzierung, Pflegekasse

Welche Vor- und Nachteile bringt das Konzept der Senioren WG mit sich?

  • Vorteile

Die Bewohner einer Senioren WG sind nicht alleine und sie können sich gegenseitig unterstützen. Außerdem gibt ihnen diese Wohnsituation eine neue Lebensqualität. Neue Freundschaften können geschlossen werden und Hobbys können ausgeübt werden. In Altenheimen fühlen sich Senioren oft alt. Die Wohngemeinschaften geben ihnen ein neues Lebensgefühl, das sie sich jünger und fitter fühlen lässt. Beispielsweise Putzpläne sorgen dafür, dass sich die Bewohner nützlich sehen und so nicht an Lebensqualität verlieren.

  • Nachteile

Es ist sehr schwierig, einen geeigneten Wohnraum für eine Gruppe von Senioren zu finden. Denn auch wenn die Bewohner bei Einzug noch fit sind, muss immer damit gerechnet werden, dass eine der Personen pflegebedürftig werden. Die Wohnungen sollten also barrierefrei sein und außerdem müssen Einkaufmöglichkeiten einfach erreichbar sein.
Wie bei jeder Form der Wohngemeinschaft sollte darauf geachtet werden, dass sich die Bewohner miteinander verstehen, damit es nicht zu ständigen Auseinandersetzungen kommt.

Finanzierung der Senioren-Wohngemeinschaften

Die Gründung solcher Wohngemeinschaften wird finanziell vom Staat unterstützt und auch die Pflegekasse übernimmt anfallende Umbaukosten bis zu einem Wert von 16000 €. Wie aber auch bei anderen Wohnverhältnissen kommen die Bewohner für die Miete selbst auf. Die Höhe der Miete richtet sich dabei nach den gängigen Preisen. Der Vorteil einer Wohngemeinschaft ist immer, dass die Kosten unter den Bewohnern untereinander aufgeteilt werden. Für ältere Menschen, welche sich aufgrund einer sehr niedrigen Rente keine zu hohe Miete leisten können, ist die Senioren-WG eine günstige Alternative. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass eine Gruppe von Senioren eine geeignete Immobilie kauft.

Sollten mehrere pflegebedürftige Personen in einer Wohngemeinschaft zusammenleben, haben sie die Möglichkeit zusätzlich zu ihren Pflegeleistungen monatlich 200 € mehr zu erhalten. Mit diesem Geld können Pflegedienste organisiert werden, die sich um die Personen in der Wohngemeinschaft kümmern. Welchen Service zur Unterstützung engagiert wird, können die Bewohner der Senioren WG selbst entscheiden.

Altenpflege in den eigenen vier Wänden

Vielen Menschen ist es im Alter nicht mehr möglich ihren Alltag alleine, zu meistern. Dennoch sind sie häufig geistig noch so fit, dass sie sich in ihren eigenen vier Wänden einfach wohler fühlen und in kein Altenheim ziehen möchten. Hinzukommt, dass die Plätze in den Pflegeheimen sehr begrenzt und teuer sind. Häufig müssen Sie sehr lange auf eine Unterbringung in diesen Wohnanlagen warten. Es gibt jedoch zunehmend mehr Möglichkeiten, wie Sie Ihren Eltern oder Großeltern auch zu Hause unter die Arme greifen können, ohne sie aus ihrem gewohnten Umfeld reißen, zu müssen. Sie geben den Pflegebedürftigen dadurch die Chance ihr Leben weitestgehend selbstständig gestalten, zu können. Welche Möglichkeiten es dafür gibt und welche Vorteile diese Variante der Pflege mit sich bringt, aber auch worauf Sie dabei achten müssen zeigen wir Ihnen in diesem Artikel. Dabei ist es wichtig, dass Sie sich vorher bewusst machen, dass die Altenpflege in den eigenen vier Wänden zwar weitaus zeitaufwendiger für Sie und Ihre Familie sein wird, aber Sie Ihren Eltern oder Großeltern dadurch ein familiäres und bekanntes Umfeld bieten können, in dem sie sich am wohlsten fühlen.

Professionelle Pflegedienste oder Pflege durch Angehörige? – Was ist besser für Sie geeignet?

Bevor Sie sich entscheiden, dass Sie Ihre Familienangehörigen in deren eigenen vier Wänden pflegen möchten, sollten Sie sich fragen, ob Sie die Zeit dafür aufbringen können. Denn auch, wenn Sie einen professionellen Pflegedienst engagieren, sollten Sie die Pflegebedürftigen nicht zu lange allein lassen. Die Frage, ob Sie einen mobilen Pflegeservice brauchen, hängt immer davon ab, wie stark pflegebedürftig Ihre Angehörigen sind und wie viel Sie sich selbst zutrauen. Es ist wohl auch in Ihrem Sinne, dass Sie sich professionelle Unterstützung durch ausgebildete Pfleger holen, da diese Ihnen in bestimmten Situationen eine große Hilfe sein können, damit auch Ihr eigenes berufliches als auch privates Leben nicht darunter leidet. Des Weiteren wurden diese Pfleger ausgebildet, hilfsbedürftige Personen beispielsweise richtig zu waschen, was Ihnen alleine eventuell schwer fallen könnte. Um sich zu entscheiden, ob Sie die Pflege alleine, gemeinsam mit einem Pflegeservice übernehmen möchten, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wie viel Zeit können Sie für die tägliche Pflege aufbringen?
  • Wie hilfsbedürftig ist Ihr Familienmitglied?
  • Trauen Sie sich selbst alle zu erledigenden Aufgaben (Haushalt, Einkauf, Körperpflege, Kochen, etc.) zu?

Es ist sowohl in Ihrem eigenen als auch im Interesse der hilfsbedürftigen Person, dass Sie sich nicht übernehmen und der Situation realistisch entgegen sehen.

Welche Vorteile hat die Pflege zu Hause?

Seniorenpflege Seniorenheim, Pflegeheim oder ZuhauseFür die Pflege in den eigenen vier Wänden spricht in erster Linie, dass sich Ihre Angehörigen in diesem Fall nicht an eine komplett neue Umgebung gewöhnen müssen. Sie ermöglichen Ihren Eltern oder Großeltern damit, dass sie dort leben können, wo sie sich am wohlsten fühlen. Es gibt jedoch auch noch weitere Vorteile. Der soziale Kontakt zu Nachbarn und Familienmitgliedern ist besonders im Alter sehr wichtig und kann dazu beitragen, dass sich die pflegebedürftige Person besser fühlt. Die Familienkonstellation bleibt durch die Pflege zu Hause wie gewohnt erhalten. Besonders im Alter ist es sehr schwierig sich an neue Situationen zu gewöhnen, deshalb ist der größteVorteil der Pflege zu Hause, dass der gewohnte Tagesablauf beibehalten wird.

Sie als Angehörige oder auch ein von Ihnen engagierter Pflegedienst können sehr individuell auf Ihre Verwandten eingehen. Der Pflegebedürftige bekommt dadurch mehr Aufmerksamkeit, als in einem Altenheim und kann so besser gefördert werden. Des Weiteren sind auch die Kosten in den meisten Fällen viel geringer, als in Pflegeheimen.